Prudencio Irazábal

Acoustic Schadow, 2007

Prudencio Irazábal (*1954, Spanien) ist ein klassischer Maler, der seit fünfundzwanzig Jahren sein Werk linear wachsen lässt. Unbeirrt von tagesaktuellen Diskursen kultiviert er eine abstrakte Arcylmalerei, die in unendlich vielen lasierenden Malschichten diffuse Farbräume von großer Tiefe aufbaut, die von einer technisch einmaligen, spiegelglatten Oberfläche abgeschlossen werden.

Unbeschadet der scheinbar monolithischen Stringenz seines Werkes, gelangt Prudencio Irazábal in seinen Bildern immer wieder zu individuellen Lösungen und überraschenden, neuen Kompositionen. Wie der Titel seiner letzten Ausstellung in der Hamish Morrison Galerie `Acoustic Shadow´ andeutete, gleicht Irazábals Malerei in ihrer diffusen Körperlosigkeit Musik. Wie bei einem Echolot scheinen sich in dieser Malerei Klangwellen zu Bildern zu manifestieren. So wirken Irazábals Bilder wie zur Malerei geronnene Musik.

Seit `The Glassmaker´s Son´, Prudencio Irazábals erster Ausstellung in Berlin (2003), hat das Weiß Eingang in seine Bilder gefunden. Die Farben müssen sich nunmehr gegen zum Teil große Weißflächen durchsetzen. Als Blendungen wahrgenommen, treten die weißen Flächen zwischen den satten Farben hervor. Irazábals Bilder gleichen den Bildern, die im inneren der Netzhaut entstehen, wenn wir die Augen schliessen und mit geschlossenen Augen sehen.

Der 1954 im baskischen Puentelarrá geborene Maler hat zwanzig Jahre in New York gelebt. Im Jahr 2008 kehrte er mit seiner Familie nach Madrid zurück.
Irazabals Gemälde wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen in Spanien, Italien, Schweden, Deutschland, den USA und Canada gezeigt. Seine Werke sind u.a. in den Sammlungen des Guggenheim Museum Bilbao sowie des Museo de Bellas Artes de Alava vertreten.

 

www.prudencioirazabal.com