Han Schuil

New Work, 2013

Paintings / Gemälde, 2011

Han Schuil wurde 1958 in Voorschoten in den Niederlanden geboren.
Seine Bilder sehen vielleicht auf den ersten Blick wie Abstraktionen aus, sie sind aber in Wirklichkeit konzentrierte Reflektionen über die Welt. Her bedient sich flüchtiger Bilder – einem Gebäude, einer Baustelle auf der Straße, oder – ein bekanntes Bild - einer Batman Maske, die an einer Klotür hängt – und verwandelt diese in Gemälde, die vom Betrachter Zeit und Stillehalten erfordern. Genau das Gleiche erfordern die Bilder auch vom Künstler selbst: durch seine langsame Arbeitsweise entwickelt jedes Gemälde nach und nach ein Eigenleben – etwas entfernt vom Original aber dennoch untrennbar mit ihm verbunden. Seine Arbeiten überwinden dimensionale Grenzen, wenn er seine Aluminiumoberflächen knickt, eindrückt und löchert – scheinbare bildhauerische Hilfsmittel, die die bemalte Oberfläche radikal beeinflussen. Er tut dies nicht um Skulpturen oder Installationen zu erschaffen, sondern damit seine Gemälde direkter in unseren Raum eindringen: wie bei Ikonen entstehen die Bedeutung und der Wert der Arbeiten durch die Art und Weise wie sie die Relationen zwischen wahrer und erdachter Welt verändern. Schuil’s Bilder sind keine Kritik an Modernismus oder Abstraktion sondern sie beschäftigen sich mit der gesamten Geschichte der Malerei und der Rolle, die sie in unserem Leben spielt. Der Künstler zwingt uns, über die Funktionsweise von Bildern in unserer schnell-lebigen Welt zu reflektieren und er zeigt uns, dass Malerei immer noch die Macht hat, uns in unserem Tempo zu zügeln und uns zum Innehalten zu bewegen.

Schuil’s Kunstwerke wurden bereits weltweit ausgestellt, u.a. in öffentlichen Institutionen in Europa, Asien und Südamerika. 2008 nahm er an einer Ausstellung im Stedelijk Museum Amsterdam teil. Er lebt und arbeitet in Amsterdam.