Gabriela Fridriksdottir

Ouroboros, 2007

Gabriela Fridriksdottir wurde 1971 in Reykjavik, Island geboren. Mit ihrer künstlerischen Arbeit, die Video, Bildhauerei, Zeichnung, Performance, Malerei und Schreiben umfasst, hat Fridriksdottir eines der interessantesten Gesamtwerke in der zeitgenössischen Kunst geschaffen. In ihrer künstlerischen Welt ist es unmöglich, Elemente voneinander zu trennen -  eine einfache Zeichnung könnte die Basis sein für einen technisch ausgefeilten, wunderschön gedrehten Film; ein schriftstellerisches Fragment könnte in einen Performancezyklus ausgearbeitet werden; und eine Geschichte, die in einem Stück kurz angerissen wurde, könnte später für eine Gesamtinstallation verwendet werden. Indem sie auf altnordische Mythologie und isländische Sagen Bezug nimmt, lässt sie die Grenzen zwischen dem Geheimnisvollen und dem Natürlichen verschwimmen; so schafft sie Traumwelten, in denen der Betrachter nach wechselseitigen Beziehungen forschen und sie auch finden kann. Sie erfindet fiktionale Kosmologien die in der einsamen, melancholischen Landschaft ihres Heimatlandes ihren Ursprung haben, wo Schöpfungsgeschichten, Surrealismus, Horrorfilme und sogar Heavy Metal zusammen kommen. Ihr künstlerisches Werk ist intensiv und beunruhigend, aber es ist auch immer angereichert mit Momenten echter Wärme und Humor.

In den letzten Jahren wurden Gabriela Fridriksdottirs Werke in der ganzen Welt ausgestellt. Die Künstlerin erhielt den isländischen Gudmunda Kunstpreis. Im Jahr 2005 vertrat sie Island auf der Venedig Biennale. Ihr Werk wurde u.a. im Migros Museum, Zürich, im Centre Pompidou, Paris, in der National Gallery, Reykjavik, im Museum of Modern Art, Oslo, und im Kunsthaus Graz ausgestellt. Fridriksdottir hat mit einigen der bekanntesten Künstlerpersönlichkeiten zusammengearbeitet, u.a. mit Matthew Barney und Björk. Im Jahr 2011 zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt eine große Einzelausstellung `Crepesculum´. Sie lebt und arbeitet in Reykjavik.