Gijs Assmann (NL) – Maarten Janssen (NL) – Marike Schuurman (NL)

Im Büro

Eröffnung: Freitag, 9. September 2011, 18h
Ausstellungsdauer: 9. September - 29. Oktober 2011

Die Hamish Morrison Galerie freut sich, parallel zur Ausstellung Ronald de Bloemes zum ersten Mal Arbeiten der niederländischen Künstler Gijs Assmann, Maarten Janssen und Marike Schuurman im Büro zu präsentieren. Kontrastierend zu de Bloemes großformatiger Malerei in der Ausstellung `Speisereste Kategorie 3´ zeigen wir im Büro Arbeiten auf Papier, Fotografien und Skulpturen.

Gijs Assmann (NL)

Die ausgestellten Arbeiten Assmanns (`Vanitas (voor Adriaan) II´, 2005; `Vanitas (voor Adriaan) III´, 2009; `Vanitas (voor Mike)´, 2010) gehören zur Reihe der Vanitas-Skulpturen, an denen er seit 1992 arbeitet. Sie bilden eine Konstante in seinem Werk und schaffen eine Verbindung zwischen den Zeichnungen und den größeren Skulpturen, so dienen seine Aquarelle meist als Studien für die Skulpturen. Jedes der Vanitas-Stücke ist als Porträt gedacht und einer Person aus seinem Freundeskreis gewidmet. Die Skulpturen sind in der Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit des Einzelnen entstanden, sie sollen die Sterblichkeit spürbar machen und gleichzeitig die Erinnerung an die Personen festhalten. Während des Fertigungsprozesses bedenkt Assmann einen möglichen Aufstellungsort in der Umgebung der Porträtierten.

Der Maler und Bildhauer Gijs Assmann wurde 1966 in Rosendaal, Niederlande geboren. Er studierte an der Akademie voor Beeldende Kunsten in Enschede und an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten, Amsterdam. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen und Gruppen-ausstellungen gezeigt, u.a. in den Niederlanden, Deutschland, Frankreich und Italien und sind sowohl in Sammlungen, u.a. der ABN Amro Bank, NL und der Rabobank, NL als auch in Museen, Teylers Museum Haarlem, NL und Museum Het Princessehof Leeuwarend, NL vertreten. Gijs Assmann lebt in Amsterdam.

Maarten Janssen (NL)

„In Der Würfler, ein 70er Jahre Roman von Luke Rhinehardt, überlässt ein Psychiater sein Schicksal einem Würfel. Er löst sich von seinem festgelegten Leben, um in eine Welt einzutauchen, in der das Selbst ausgelöscht ist. Gleichzeitig legt er aber selbst die Spielregeln dieser Welt fest – ein Paradox, das auch im Werk von Maarten Janssen zu finden ist. Der Künstler folgt Würfeln, Münzen und Systemen, die bis ins Detail Form, Farbe, Struktur und Größe der Arbeiten bestimmen. […] Janssens Arbeiten erinnern an eine Art gebrochenen Minimalismus, wo die Regeln, die „Entscheidungs-maschinen“, wie er sie nennt, auf der einen Seite neutrale, fast autonome Bilder entstehen lassen. Auf der anderen Seite schaffen sie durch ihre Undurchschaubarkeit und ihren Zufallsmoment etwas, das geheimnisvoll wirkt, wie von eigenen Gesetzen bestimmt.“ (Anne Ethelberg)

Maarten Janssen wurde 1960 geboren. Er studierte an der A.B.K. Rotterdam und erhielt Atelierstipendien für Berlin und Eindhoven, NL. Janssens Werke wurden in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen u.a. in den Niederlanden und Deutschland gezeigt. Seine Arbeiten sind u.a. Teil der Sammlungen der ABN AMRO, der Nationale Investerings Bank und der Rotterdamse Kunststichting (NL). Maarten Janssen lebt in Berlin und Rotterdam, NL.

Marike Schuurman (NL)

Die Arbeit `Schattendorf´ ist im norditalienischen Dorf Viganella, in der Region Piemont entstanden. Viganella galt als der dunkelste Ort Italiens, der während des Winters aufgrund seiner geographischen Lage in einem Tal zwischen hohen Bergen 83 Tage lang keine Sonneneinstrahlung erfuhr, bis man im Jahr 2006 einen 40 qm großen Sonnenspiegel aufstellte, der das Tageslicht in das Dorf reflektiert. Die 27-teilige Arbeit `Schattendorf´ war Teil der diesjährigen Ausstellung `Hell´ im Nationalmuseum in Berlin. „Schuurmans Herangehensweise kann als dokumentarisch bezeichnet werden, mit einer Vorliebe für absurde Phänomene der Wirklichkeit, wobei sich die endgültigen Bilder oft vom Dokumentarischen lösen. In der Ausstellung `Hell´ scheinen sie sich fast in eine reine Meditation über das Sehen und das Licht gewandelt zu haben – über die etymologische Bedeutung der Fotografie als ein ‚Schreiben mit Licht’. […] Fotografie als Gestaltung durch Licht; als ein extra Auge auf die Welt, welches Dinge offenbart, die das gewöhnliche Auge nicht wahrnimmt oder nicht wahrnehmen kann. Und als Zeuge der Vergänglichkeit dieser kurz belichteten Wirklichkeit.“ (Anne Ethelberg)

Marike Schuurman wurde 1964 in Groningen, Niederlande geboren. Sie studierte an der Vrijen Academie in Den Haag, an der Gerrit Rietveld Academie und der Rijksakademie van beeldene kunsten in Amsterdam. Schuurman erhielt mehrere Atelierstipendien, die sie nach Finnland, Berlin, Peking und Brasilien führten. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert und sind unter anderen in der Sammlung des Ministeriums für ausländische Angelegenheiten, Den Haag, NL, der Sammlung KPN, Den Haag, NL und der Sammlung Hoffmann, Berlin sowie in verschiedenen privaten Sammlungen vertreten. Marike Schuurman lebt in Berlin.