Ronald de Bloeme, Männerparadies

Eröffnung: Samstag, 22. Juni 2007, 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 23. Juni - 28. Juli 2007

Die Ausstellung `Männerparadies´ in der Hamish Morrison Galerie ist, nach zahlreichen Beteiligungen an Gruppenausstellungen in Berlin, Ronald de Bloemes erste Einzelausstellung in Deutschland.

Im Zentrum der Ausstellung stehen neue großformatige Lackarbeiten. Bloemes farbintensive, meist strenge Kompositionen spiegeln und reduzieren die permanente Gegenwart von Werbung, Verpackung, nationalen Symbolen und Piktogrammen des Alltags. Diese glatten, bunten und perfekt komponierten Gemälde scheinen wie die in große, farbige Scheiben geschnittene Erinnerung an einen Stadtspaziergang.

Komposition als Wille zur Kommunikation - so könnte man die Arbeit des in Berlin lebenden, jungen niederländischen Malers zusammenfassen. Dieser Wille steht im Zentrum seiner Untersuchungen über die Natur visueller Kommunikationssysteme. De Bloeme arbeitet mit einer lauten, bunten und zugleich sehr subtilen Bildsprache, die Farb- und Formmuster aus der Werbung, von Logos und Produktverpackungen reduziert und miteinander kombiniert. In einer Art „Visueller Piraterie" (de Bloeme) wecken die Versatzstücke des gemeinsamen optischen Gedächtnisses ein vertrautes Erinnern ohne die Quelle konkret benennen zu können. Die Bilder evozieren oft eine ungewohnte Gleichzeitigkeit von Fremdheit und Vertrautheit.

Ronald de Bloeme antwortet mit der Kraft der Malerei auf die suggestive und manipulative Wirkung visueller Codes. Mit Reduktion und Sampling recycelt der „Bildpirat" de Bloeme die optischen Muster zu einer reinen, kraftvollen Malerei.