Gabríela Friđriksdóttir, Ouroboros

Ausstellungseröffnung: Samstag, 29. September, 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 29. September – 3. November 2007

Gabríela Friđriksdóttir (geboren 1971) hat sich mit ihrer Versations Tetralogia Installation auf der Venedig Biennale 2005 und der Ausstellung Inside the Core (2006) im Migros Museum Zürich als die wichtigste Isländische Künstlerin ihrer Generation etabliert. In ihrem Videowerk, das stets in einem multimedialen installativen Kontext präsentiert wird, entfaltet sich eine rätsel- und traumhafte Mythologie von unwiderstehlicher Suggestionskraft.

Mit Ouroboros zeigt Gabríela Friđriksdóttir ihre zweite Einzelausstellung in der Hamish Morrison Galerie. In den neuen weitläufigen Galerieräumen in der Heidestraße hinter dem Hamburger Bahnhof präsentiert die Isländische Künstlerin in einer aufwändigen Installation ihre neueste Videoarbeit zusammen mit einer monumentalen Skulptur, Fotoarbeiten, Malerei und Zeichnung. Zur Eröffnung am Abend des 29. September wird die Künstlerin mit Freunden und Darstellern des Videos eine musikalische Performance inszenieren.

Der Ouroboros in Gestalt einer Schlange, die sich selbst in den Schwanz beisst, hat als Sonnensymbol seinen Ursprung in der Altägyptischen Sagenwelt, und zieht sich als Symbolfigur für den zyklischen und unendlichen Charakter des Lebens durch die Griechische, Hinduistische, und, als Jörmungandr, bis in die nordische Mythologie.

Für Gabríela Friđriksdóttir liegt die Essenz des Lebens in den Menschen, daher lässt sie in Ouroboros ihre besten Freunde als Schauspieler einen zyklischen Reigen von sieben traumähnlichen Szenen aufführen, die assoziativ um die Motive des Geborenwerdens und Sterbens kreisen, um Abreise und Ankunft, um die gegenseitige Bedingtheit von Werden und Vergehen, wie in der kreisförmigen Figur des Ouroboros angelegt. Dieser Film erzählt in traumhaften und albtraumhaften Szenen von der Schönheit und Schmerzlichkeit menschlicher Beziehungen, angesielt in der wilden und dennoch durchgeistigten Natur Islands, die den Handlugen eine Ahnung von Ewigkeit geben.

Am Abend des 29. Septembers eröffnen in der Heidestraße hinter dem Hamburger Bahnhof neben Hamish Morrison auch Frank Badur bei Fruehsorge Contemporary Drawings. Und zwei neue Galerien erweitern das Spektrum des Galeriestandortes Heidestraße: Haunch of Venison (London/Zürich) weihen Ihre spektakuläre Halle mit einer Ausstellung des Chinesischen Künstlers Zhang Huan ein, und die neugegründete AA Gallery eröffnet mit einer Installation der Künstlergruppe Artists Anonymous. Zusammen mit den auf dem Areal angesiedelten Künstlern, die am 29. September ihre Ateliers öffnen, feiern die Galerien ein Hoffest.